backgroundweiss
collage
titelrumanien
Anmeldung

Das Camp

Ein Deutsches Malteser Team fährt im Sommer für zweieinhalb Wochen nach Rumänien, um dort ein Feriencamp für schwerbehinderte Rumänen durchzuführen. Das Projekt entstand auf Grund der Kriegssituation im Libanon im Sommer 2006, die eine Durchführung der dortigen Feriencamps unmöglich machte. So kam es zu einem kurzfristigen Ausweichen nach Rumänien und der nachfolgenden Weiterführung dieses Projektes.

Ort des Projektes ist ein Haus beim Kloster Ramet in den Karparten nahe Alba Iulia.

Für die Zeit übernimmt das Malteser Team das gesamte Haus, um 2 Camps à 6 Tagen mit etwa 50 behinderten Gästen durchzuführen. Jeder Gast erhält einen festen Betreuer, der ständig für ihn da ist. Dieses 1:1-Verhältnis ist auch bei sozial extrem zurückgezogenen Gästen ideal für den Aufbau einer freundschaftlichen Beziehung.

Ausschlaggebend für die Gestaltung der gemeinsamen Zeit sind die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben der Gäste. Entsprechend verschieden verläuft ein Tag im Camp: Aufgeregtes Herumlaufen; gelassenes in der Sonne Sitzen; wildes Toben; versonnenes Zigaretten Rauchen; Begeisterung am Leben in der Gruppe; Freude über die einmalige Gelegenheit ein ruhiges Eckchen nur für sich gefunden zu haben. Daneben gibt es gemeinschaftliche Aktivitäten; einfache Spiele, der abendliche Singkreis, ein Ausflug an einen See, die tägliche Meßfeier.

 

Die Gäste

Die Gäste sind geistig behinderte Rumänen aller Altersklassen aus sehr armen Familien und einem staatlichen Heim. Die Behinderungen sind in den meisten Fällen sehr schwer, so daß die einfachsten Verrichtungen nicht ohne Hilfe möglich sind. Die meisten Gäste sind verwaist, ausgesetzt oder werden von ihrer Familie kaum beachtet. In dem Heim ist die notwendige Ernährung, Pflege und Unterkunft sichergestellt. Da aber ein krasser Personalmangel herrscht, fehlt therapeutische Hilfe beinahe völlig und die persönliche Zuwendung kommt in verheerender Weise zu kurz.

Vor diesem Hintergrund entwickeln die meisten Bewohner starke Verhaltensstörungen: Stereotype Bewegungen, Aggressivität, selbstverletzendes Verhalten. Die fehlende persönliche Zuwendung führt zu einer großen seelischen Traurigkeit, zu Abstumpfung und Rückzug in das eigene Innere.

Das Team

Das Team besteht aus etwa 30 Helfern, von denen die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt sind. Hinzu kommt eine Helfergruppe rumänischer Jugendlicher, die u.a. dabei hilft, sprachliche Barrieren zu überwinden (in der Regel stellt die sprachliche Kommunikation kein großes Problem dar, weil viele Gäste gar nicht oder nur wenig reden können und die sprachbegabten Behinderten sich auch gut auf andere Weise zu verständigen wissen).

Das Team ist für alle Bereiche des Ferienbetriebs zuständig: Pflege, Betreuung und Animation der Gäste; Küche, Wäsche, Putzen; Einkauf, Transport der Gäste etc. Zum Team gehören außerdem ein Priester und ein Arzt. Die Arbeit im Camp ist physisch wie psychisch sehr fordernd. Viele Gäste brauchen Hilfe bei allen täglichen Verrichtungen, dazu kommt der Umgang mit bisweilen schwer zu kontrollierenden Verhaltensstörungen. Jede Nacht sind Helfer als Nachtwachen eingesetzt. Darüber hinaus macht die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Schicksal der bald sehr vertrauten Behinderten den Betreuern zu schaffen. Zwischen den jeweils fünftägigen Betreuungszeiten liegen deshalb 2-3 Tage der Erholung für Leib und Seele.

GjMLogozettel1
Foto
Foto

Näheres unter
www.libanonprojekt.de/rumaenien